It´s a state of mind…

Ab in die Ecke…

In vielen Situationen verlieren wir die „Situation Awareness“ durch einen schlecht gewählten Sitzplatz – und bringen uns damit in eine nachteilige Ausgangsposition für den Fall der Fälle, nämlich wenn die Scheiße den Ventilator trifft.

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In Deutschland haben wir wenig zu befürchten, da wir grundsätzlich in einer sehr sicheren Umwelt leben und unsere Mitmenschen je nach Situation und Umgebung meistens (sehr) friedlich sind. Sind wir entsprechende Geheimnisträger etc., gilt dies nicht.

In anderen Ländern, besonders als Nicht-Einheimischer und in Krisen- und Kriegsgebieten sollten wir der Sicherheit mehr Augenmerk schenken, auch wenn wir in vermeidlich sicheren Gegenden unterwegs sind.

(Wobei hier auch klar angemerkt sei, dass die Menschen in anderen Ländern oftmals freundlicher sind und man oft in nette Smalltalks, gute Gespräche und ewige Freundschaften gerät. Je nach Land und Leuten und vor allem eigenem Auftreten!)

Ich suche mir Sitzgelegenheiten in Cafe´s, Bars oder in Restaurants grundsätzlich so aus, dass ich den Rücken möglichst frei habe und mit einem Blick alle möglichen Gefahrquellen im Raum erkennen kann, besonders wenn ich alleine unterwegs bin.

Hier bietet sich die Ecke als ideale Sitzgelegenheit an, da sie einem den Rücken freihält und man mit einem Blick vom Notebook oder von seinem Teller den kompletten Raum im Blick hat. Beim Tragen einer Waffe am Dienstgürtel oder verdecktem Tragen minimiert das zudem die Gefahr eines Zugriffs.

Besonders bei Arbeiten im Cafe oder anderen konzentrationsintensiven Tätigkeiten sollte man das Sichtfeld klein und überschaubar halten. Auch beim Blicken auf den PC-Bildschirm wird man somit die Umgebung im Hintergrund wahrnehmen und die mögliche Zugriffsrichtung wird kanalisiert. Das macht das Reagieren um einiges leichter.

Ein No-Go sind logischerweise Kopfhörer (noch schlimmer In-Ear Kopfhörer), da besonders die Geräuschkulisse viel Informationen liefert. (LLS – Look, Listen, Smell – Beobachten, Horchen, Riechen)

Zudem kann man sich die Personen an den anderen Tischen genauer anschauen, ohne dafür Verrenkungen machen zu müssen und aufzufallen, da dies der natürlichen Blickrichtung entspricht. Besonders bei Surveillance sehr praktisch. Umgekehrt fallen Personen, die einen aktiv beobachten viel eher auf, wenn sie sich aktiv umdrehen.

Sitzen mehrere Personen am Tisch, sollte klar sein, dass derjenige in der Ecke die erhöhte Verantwortung über die „Situation Awareness“ trägt als diejenigen, die an die Wand starren. Entsprechende Sitzverteilung in der Ecke macht Sinn. Ein geöffneter Kreis wirkt locker und bietet viel Beobachtungsmöglichkeiten.

Noch besser als ein reiner Eckplatz ist der Platz in einer Ecknische. Damit bietet sich die Möglichkeit zweier Fluchtrichtungen anstatt nur einer, bei gleichzeitig hoher Überwachbarkeit des Raumes. Die Nische sollte allerdings nicht zu tief sein.

DSC_0122Fast ideal: Nische mit Fensterglas in anderen Raum. Nachteilig ist hier der Spiegel im Rücken. Beachten!

 

 

Viele Cafes haben einen Durchgang zu den Toiletten. Der Eckplatz im Raum davor bietet sich an, da hier ebenfalls zwei Fluchtrichtungen zur Verfügung stehen.

Muss man doch mal in der Mitte des Raums, Rücken an Rücken mit Fremden sitzen, dann sollte die „6 o´clock“ Person(en) etwas genauer kennengelernt werden. Das ist einfacher als viele glauben, denn auch wenn fremde Menschen ansprechen exakt das ist, was wir als Kinder ausgetrieben bekommen, eröffnet es uns doch vom netten Smalltalk bis hin zur Liebesaffäre bzw. Beziehung alle Möglichkeiten.

„Guten Tag, ich sitze Ihnen ab sofort im Nacken….“ Dadurch bekommt man schnell einen Eindruck, wer einem selbst im Nacken sitzt und kann Vertrauen aufbauen – oder Misstrauen.

Übrigens… in vielen Cafes sind Spiegel an Wänden angebracht. Nutzt sie und beachtet sie.

Also – ab in die Ecke

Trust your guts!

copyright by paragreen
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